Die diesjährige Leipziger Buchmesse hat gezeigt, dass das gedruckte Buch nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat. Im Gegenteil: Verlage berichten von einem deutlichen Zuwachs an jungen Lesern, die bewusst zu längeren Texten greifen.

Lesungen waren über Stunden ausverkauft, Autoren signierten geduldig, und in den Cafés der Messehallen wurde diskutiert wie selten zuvor.

Im Mittelpunkt standen Romane, die sich Zeit nehmen, Charaktere zu entwickeln. Schnell konsumierbare Formate traten in den Hintergrund. Stattdessen rückten Werke in den Vordergrund, die zum Nachdenken einladen.

Auch unabhängige Verlage erhielten in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit. Ihre sorgfältig gestalteten Bücher zeigen, dass Lesen nicht nur Inhalt, sondern auch ein haptisches Erlebnis ist.

Viele Besucher nutzten die Messe, um Autoren persönlich kennenzulernen. Dieses direkte Gespräch zwischen Schreibenden und Lesenden gilt als einer der Gründe, warum die Veranstaltung so beliebt bleibt.